Monatsrückblick November:Zwischen Burrito und Cafè Latte passt immer noch eine gute Moderation
Der November hat sich diesmal wirklich breitgemacht: grau, nass, früh dunkel. Und trotzdem war er voll Licht – ich bin viel rausgekommen, habe Kunst erlebt, Kultur genossen, neue Moderationen begleitet und gleichzeitig an meinen eigenen Projekten weitergearbeitet. Der Oktober stand im Zeichen der Arschbombe, der November im Zeichen des Dranbleibens.
Ich merke, wie mich dieses regelmäßige Schreiben verändert: Ich sehe deutlicher, was alles passiert und wie viel ich in Bewegung bringe. Und ich ahne, dass 2026 ein großes Jahr wird – beruflich, kreativ und persönlich. Aber bevor es losgeht, hier mein Monatsrückblick November 2025.
Inhalt
Kunst, Kultur und kleine Fluchten aus dem Novembergrau
Der erste große Lichtblick im November war ein eingelöster Geburtstagsgutschein: ein Nachmittag in der Kunsthalle Bremen. Und ich muss sagen – es war nicht einfach ein Museumsbesuch, es war ein Erlebnis.
Wir waren im “Pixelwald Wisera” von Pipilotti Rist (wirklich ein Wow-Moment! Und all die Instagram-Beiträge haben recht – auch wenn man meint, ihn schon zu kennen: ihn selbst zu erleben ist etwas ganz anderes) und anschließend die Giacometti-Ausstellung. Ich war tief beeindruckt vom Zusammenspiel seiner Kunst mit der Landschaft seiner Schweizer Heimat: diese hohen, schlanken Figuren, die zerklüfteten Oberflächen – plötzlich habe ich die Berge, die Tannen, die Härte der Natur darin erkannt.
Danach gab es einen leckeren Kaffee im Sylvette – das gehört für mich einfach dazu.😊
Auch kulturmäßig war der November dicht: Wir waren im Theater Bremen im Kleinen Haus und haben die Kopenhagen-Trilogie nach Tove Ditlevsen gesehen: Kindheit, Jugend, Abhängigkeit. Ein intensiver Abend, der nachgewirkt hat.
Und als kleines Highlight gab es im Rahmen der 75. Bremer Hausmusikwoche ein Konzert des Celloensembles vom Cellowerk – reine Celloensembles, wunderschöne Instrumente und ein beeindruckendes Konzert.
Danach waren wir noch bei einem kleinen ersten Klaviervorspiel in der Immanuel-Kapelle in Walle (mit dem sehr beeindruckenden Bösendorfer Imperial, dem Flügel mit dem größten Tonumfang der Welt 😅). Vielen Dank, lieber Sebastian Chica, ihr macht da wirklich immer ganz tolles Programm - für klein bis groß!
Zwischendurch habe ich einen weiteren Punkt auf meiner To-Want-Liste abgehakt und ein neues Restaurant ausprobiert: das Catrina in der Bremer Neustadt. Original mexikanische Küche, viel Koriander, weiche Tacos (so müssen sie sein) und rosa Guave-Limo. Und es war ein sehr glücklicher Abend.
Kultur tut mir gut. Essen tut mir gut. Beides zusammen: noch besser.
Schöne kitschige Deko im Catrina in Bremen.
2. Arbeit, Moderationen und neue berufliche Energie
Beruflich war der November ein Monat voller Klarheit. Ich hatte einen Moderationsauftrag, der mich richtig erfüllt hat. Fast 30 Menschen, Freitagnachmittag, ein emotionales Thema – und am Ende eine Lösung, die alle mittragen konnten. Ich habe erlebt, wie eine Gruppe gemeinsam etwas erarbeitet hat, das zwar weh tat und trotzdem zu einem guten Ergebnis führte.
Nach solchen Momenten gehe ich müde und glücklich nach Hause. Und mir ist noch klarer geworden: Moderation ist ein Bereich, in dem ich 2026 mehr machen möchte.
Ich liebe die Energie der Gruppe, die Unberechenbarkeit der Menschen, die Mischung aus Struktur, Zuhören und Loslassen und, ja, auch den guten Kaffee zwischendurch, der so viel wichtiger ist, als manche meinen.
Dazu kamen im November zwei Landesmitgliederversammlungen der Bremer Grünen. Wir haben eine neue Senatorin gewählt (Henrike Müller, Glückwunsch!) und einen neuen Landesvorstand (Josephine Assmus und Marek Helsner). Viel Austausch, viel Bewegung – und das Gefühl, dass Beteiligung wichtig bleibt und vielleicht sogar immer wichtiger wird.
Und dann war da noch die Convention der Gründungswoche des Starthauses Bremen, moderiert von der tollen Sandra Lachmann und begleitet von inspirierenden Podiumsdiskussionen, unter anderem mit Dachdeckerin Sina Klein , Moderator Benny Ge und Jennifer Baum-Minkus von Gitti (ich muss mir im Dezember unbedingt neuen Nagellack kaufen!). Besonders die Masterclass von Ehrenfried Conta Gromberg von Smart Business Concepts zur Produkttreppe hat mich weitergebracht. Plötzlich sehe ich klarer, welche Produkte ich 2026 entwickeln möchte.
Gründungsconvention mit Sandra Lachmann und Sina Klein
Ich bin seit vielen Jahren selbstständig, aber jede Lebensphase hat ihre eigene Energie. Und gerade fühlt es sich an, als hätte jemand eine Tür geöffnet.
3. Etsy, Schreiben und das Wachsen eines deutsch-armenischen Projekts
Der November war auch ein guter Etsy-Monat. Mein Etsy-Shop und der Instagram Account MayriksshopbySona wächst – langsam, aber sichtbar. Mayrik bedeutet auf Armenisch Mama, und genau das bin ich: eine deutsch-armenische Mutter, die die armenische Kultur im Alltag sichtbar erhalten möchte.
Ich habe immer wieder versucht, meinen Kindern Armenien nahe zu bringen – durch Geschichten, Reisen, Lieder, Essen. Und jetzt auch durch Dinge, die man wirklich nutzt: Kalender, Tassen, Shirts, Ornamente.
In meinem Shop steckt unglaublich viel Herz. Und ich freue mich über jede Bestellung, jede Rückmeldung und jede Idee. Noch verschicke ich nur in die USA, aber ich arbeite daran, bald auch innerhalb Deutschlands zu versenden.
Auch mein erstes Kindermalbuch „Meine Reise durch Armenien“ hat im November eine weitere positive Rezension bekommen. Das berührt mich jedes Mal.
Buchcover “Meine Reise durch Armenien” , ein armenisches Malbuch
Parallel dazu habe ich weiter gebloggt – über Präsenz in der pädagogischen Arbeit und über Beziehungsgesten. Beide Texte gehören zu meinem Themenschwerpunkt Neue Autorität und sind wieder zwei Punkte weniger auf meiner To-Want-Liste, mit der ich – inspiriert von Judith Peters – mit dem Bloggen hier begonnen habe.
Und apropos neue Projekte: Wir haben im November auch einen neuen Instagram-Account gestartet – Herr Harald 2025. Ein Erzieher, Naturmensch, Außenraum-Nerd (O-Ton), der Kindern echte Räume geben will. Dass Harald sich inzwischen selbst dabei ertappt, Mails mit „Herr Harald“ zu unterschreiben, ist schon ziemlich lustig. Das Ganze fühlt sich nach einem echten neuen Kapitel an. Wir haben viele Ideen dazu – mehr dann in meiner Jahresplanung für 2026.
Zum Schluss: Ein November voller Bewegung
Wenn ich meinen November anschaue, sehe ich Kunst, Kultur, Politik, Moderation, Schreiben, Etsy, Familie – und vor allem: Bewegung.
Ich habe viele Punkte meiner To-Want-Liste 2025 weiter abgearbeitet:
Essen gehen ✅
Kultur erleben ✅
Blog schreiben ✅
Etsy pflegen ✅
Vorsorge treffen ✅
Werder-Mitglied werden (inklusive Fitnesskurs)✅
Es ist erstaunlich, wie viel entsteht, wenn man einfach tut. Nicht lang schnacken - machen. Vielleicht nicht jedes Mal mit der ganz großen Arschbombe – aber doch mit genug Schwung, um nicht stehenzubleiben.
In diesem Sinne: Lieber Dezember – ich bin ready.
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