Monatsrückblick August 2026: Sieben Artikel und ein neuer Claim
Normalerweise ist der August bei mir der ruhigste Monat im Jahr. Die Kinder sind noch in den Ferien, die Coaching-Anfragen kommen erst wieder im September, ich habe Zeit zum Luftholen. Dieses Jahr war alles anders. Ich habe sieben Artikel veröffentlicht, an meinem neuen Claim gefeilt und so viele Reels gedreht wie noch nie.
Und wie jeden Monat gibt es wieder eine neue Folge Kein Ratschlag für Eltern, diesmal zum Schulstart.
Sieben Artikel in einem Monat
Sieben Artikel in einem Monat - ja, ich war ein wenig im Blograusch 😊. Im Juli waren es drei, in den Monaten davor selten mehr. Im August kam einiges zusammen: meine Blogparade ging zu Ende, ich hatte Themen aus dem Coaching-Alltag, die einfach raus wollten, und am 11. August habe ich sogar zwei Artikel am selben Tag veröffentlicht, einen zu Geschwisterstreit und einen zur ADHS-Diagnose.
Am meisten gefreut hat mich die Auswertung meiner ersten Blogparade: sieben Wochen lang kamen Geschichten und Kommentare rein, unter dem Titel „Damit habe ich als Mutter nicht gerechnet". Am Ende waren es neun ganz unterschiedliche Beiträge.
Zwei Artikel haben mich beim Schreiben selbst am meisten gefordert: der über die Wechseljahre und der über die Scham, sich als Mutter Hilfe zu holen. Beide haben gezeigt, dass Öffentlichkeit und Transparenz (klar, “Vitamine” der Neuen Autorität!) oft eine Menge bewegen können.
Präsenz statt Macht: mein neuer Claim
Der größte Brocken im August war aber etwas, das noch gar nicht online ist: mein neuer Claim. Präsenz statt Macht.
Die Idee dazu ist tatsächlich am Küchentisch entstanden, nicht am Schreibtisch. Ich habe lange nach einem Satz gesucht, der in drei Worten sagt, wofür ich stehe, ohne dass er nach Werbeslogan klingt oder nach “Coaching & mehr” 😅. Und trotzdem sofort verständlich ist, um was es geht und wen ich ansprechen möchte. Am Ende war es der Satz, der meiner eigenen Arbeit am nächsten kommt: Dieses Elterncoaching hilft Eltern, die schon gut sind, noch entspanntere Eltern zu sein. Ich zeige dir mit Neuer Autorität, wie du aus der Erschöpfung wieder Präsenz und Vertrauen in dich selbst findest, ohne Macht oder Strafe.
Der ganze Claim-Artikel dazu kommt in den nächsten Wochen, mit der Geschichte, wie ich zu diesem Satz gekommen bin. Bis dahin bleibt es bei dieser kleinen Vorschau hier.
So viele Reels wie noch nie
Auf Instagram war der August für mich ungewohnt spannend. Ich habe deutlich öfter vor der Kamera gestanden als sonst: 10 Reels und einiges an Storys und Beiträgen dazu, so viele wie noch nie.
Es ist immer noch neu und spannend und ich lerne täglich dazu. Was sind Testreels? Wie spreche ich genau meine Zielgruppe an? Wie bleibe ich authentisch? Schneide ich einfacher mit Edits, oder Canva oder doch direkt in Instagram und vor allem, Preis/Leistung - wie oft, wie viel Aufwand und wieviel nutzen bringt mir das?
Diese Fragen werde ich in den nächsten Wochen weiter für mich beantworten.
Was war im August sonst noch los?
Unser Kleinpudel Shunig hat den Grundschulkurs bei der Hundeschule „Blauer Hund" erfolgreich abgeschlossen.
Wir haben eine neue Mitbewohnerin zur Miete: einen Kontrabass, für unsere Jüngste.
Harald hat oben im Bad neu gefliest.
Im Garten geht's weiter voran mit der Outdoorküche, jetzt mit schicker neuer Spüle. Und unsere Jüngste hat endlich die erste Nacht in ihrem eigenen kleinen Gartenhäuschen verbracht, mit Fensterdach und Lichterkette.
Die Ernte läuft auf Hochtouren: Kartoffeln, Zucchini, Tomaten, Chilis, Paprika, Auberginen, Salate, Bohnen, Buschbohnen, eher mickrige Rote Bete, Sonnenblumen und vor allem Himbeeren. Blaubeeren waren dieses Jahr deutlich weniger, Mais und Fenchel werden wohl auch nichts mehr.
Nouvelle Vague auf der Seebühne, tolles Konzert, leider schlecht besucht, aber dadurch hatten wir es angenehm bequem und die Kulisse ist einfach traumhaft, vor allem an so einem Sommerabend. Und wir haben sehr viele Bekannte getroffen, offenbar ist die Zielgruppe für die Band ziemlich klar umrissen.😅
Was ich im August gebloggt habe
Wechseljahre und Wutausbruch: Wenn Selbststeuerung plötzlich schwerer fällt
Damit habe ich als Mutter nicht gerechnet: Ergebnisse meiner Blogparade 2026
Alte Autorität, Neue Autorität: Unterschiede und was das für Eltern bedeutet
ADHS-Diagnose beim Kind: Weniger Stress für Eltern durch Neue Autorität
Bin ich eine schlechte Mutter, wenn ich mir Hilfe hole? Nein!
Kein Ratschlag für Eltern
Wie jeden Monat kommt hier die neue Folge aus dem Coaching-Alltag, ganz konkret, aber ausdrücklich kein Ratschlag. Ich mache Coaching, keine Beratung, das ist ein Unterschied. Ich lade dich ein, die folgenden Gedanken als Unterstützung anzuschauen und selbst auszuprobieren, was zu deiner Familie passt.
Die Situation: Dein Kind kommt vom ersten Schultag nach den Ferien nach Hause und sagt, es will da nicht mehr hin. Kein Grund, keine Erklärung, nur dieser eine Satz - uff, und jetzt!?!
Bevor irgendetwas anderes passiert, lohnt sich kurz eine Einordnung, denn „ich will nicht mehr in die Schule" kann fachlich ganz unterschiedliche Dinge bedeuten. Bei Schulangst ist die Schule selbst der Auslöser: dein Kind versucht, konkrete Situationen oder Personen zu meiden, zum Beispiel aus Sorge vor Leistungsanforderungen oder aus Angst vor sozialen Situationen. Schulphobie hat dagegen kaum mit der Schule selbst zu tun, hier steht die Trennungsangst im Zentrum, dein Kind fürchtet sich vor der Trennung von dir, nicht vor der Schule, und macht trotzdem meist brav Hausaufgaben. Und Schulschwänzen hat, anders als die beiden anderen Formen, in der Regel gar nicht primär mit Angst zu tun, sondern mit Unlust, manchmal auch im Rahmen einer umfassenderen Verhaltensauffälligkeit. Diese drei brauchen am Ende unterschiedliche Antworten, teils auch professionelle Begleitung. Aber im ersten Moment, direkt nach diesem einen Satz, brauchst du diese Unterscheidung noch gar nicht.
Was in jedem Fall gilt: Schulvermeidung ist immer eine große Belastung für die ganze Familie, egal in welcher Form. Und je länger sie unbehandelt bleibt, desto mehr verfestigt sie sich. Deshalb lohnt es sich, so schnell wie möglich aktiv zu werden, statt erstmal abzuwarten.
Was in diesem ersten Moment zählt, gilt unabhängig davon, um welche der drei Formen es sich handelt. Diese fünf Reaktionen können in so einer Situation helfen:
• Deeskalation: nicht sofort Lösungen anbieten oder Panik zeigen. Ein Satz wie „Das klingt nach einem schweren Tag, erzähl mir mehr" reicht oft als erster Schritt.
• Transparenz: du darfst zeigen, dass dich das beschäftigt, ohne dass dein Kind das Gefühl bekommt, jetzt auch noch dich trösten zu müssen. „Ich mache mir Gedanken, wenn du sowas sagst. Lass uns morgen in Ruhe drüber reden" ist ehrlich und trotzdem klar.
• Öffentlichkeit: du musst das nicht allein einschätzen. Ein kurzes, offenes Gespräch mit der Lehrkraft oder mit anderen Eltern zeigt oft, ob es ein einmaliger schlechter Tag war oder mehr dahintersteckt.
• Unterstützung: hol dir dein Netzwerk dazu, so früh wie möglich, statt es allein regeln zu wollen. Das kann die Lehrkraft sein, die Schulsozialarbeit oder eine befreundete Familie, die Ähnliches erlebt hat.
• Und ganz viel Wertschätzung: gerade jetzt braucht dein Kind das Gefühl, dass an eurer Beziehung nichts wackelt, egal wie die Schulsituation ausgeht. Eine kleine Geste, ein extra Gute-Nacht-Moment, einfach dabeibleiben. Und ganz viel Wertschätzung für dich, als Eltern - du machst das gut.
Wie konkret so etwas aussehen kann, zeigt eine Strategie, die ich mit einem Elternpaar erarbeitet habe. Sie haben mit ihrer Tochter eine klare Verabredung getroffen: Wenn sie wirklich nicht in die Schule gehen kann, entschuldigen die Eltern sie, ehrlich und ohne Drama. Im Gegenzug hat die Tochter versprochen, nicht mehr heimlich zu schwänzen. So sind die Eltern im Kontakt geblieben, mit ihrer Tochter und mit der Schule, und konnten eingreifen, sobald es kritisch wurde.
Erst wenn dieser Boden steht, geht es Stück für Stück weiter: Ursachen suchen, Auslöser finden oder ausschließen, und je nachdem, was sich zeigt, gemeinsam mit der Schule, mit professioneller Unterstützung oder in Ruhe zu Hause dranbleiben. Das Wichtigste in diesem Moment ist gar nicht, sofort die richtige Antwort zu haben. Das Wichtigste ist, dass die Beziehung bleibt, dass dein Kind spürt, dass die Liebe da ist, und dass ihr gemeinsam nach einer Lösung sucht, nicht du allein und nicht dein Kind allein.
Diese fünf Reaktionen sind eng an das angelehnt, was ich in der Neuen Autorität als Vitamine bezeichne, allen voran Selbststeuerung, Öffentlichkeit und Transparenz, Unterstützungsnetzwerke und die Beziehungsgesten, zu denen auch Wertschätzung und Versöhnung gehören. Wie das im Ganzen zusammenhängt, erkläre ich ausführlicher in „Neue Autorität für Eltern und Pädagogen: Klar führen ohne Strafe".
Ausblick auf September 2026
Claim-Artikel „Präsenz statt Macht" veröffentlichen
Etsyshop wieder anfassen, der steht schon länger auf der Liste
Neues Freebie fertig entwickeln
Nach dem Content-Rausch im August wieder etwas ruhiger werden
Vielleicht die Reels-Serie fortsetzen, wenn es sich weiter gut anfühlt
Mal sehen, wie viel davon im September wirklich passiert.
Der Herbst ruft!
Wenn dich ein Artikel aus dem August besonders beschäftigt hat oder du gerade selbst mit einer Situation wie in der Kein-Ratschlag-Folge kämpfst, schreib mir gern. Ich lese jede Nachricht.
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Sieben neue Artikel, ein neuer Claim und so viele Reels wie nie: was im August 2026 bei mir zusammenkam, und wie es weitergeht.